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 Wespen – wissenswertes

Wespen zählen zu der Art von Gästen, die man in Bäckereien oder Metzgereien lieber nicht sehen möchte, wo sie von Wurst, Fleisch und süßen Gerüchen angelockt werden. Das hat auch einen guten Grund: Die Insekten machen in der Nähe von frischen Lebensmitteln einen unhygienischen Eindruck und wenn sie sich angegriffen fühlen, können sie dem Menschen schmerzhafte Bisse und Stiche zufügen. Diese können vor allem für Allergiker äußerst unangenehme oder sogar lebensbedrohliche Folgen haben.  Allerdings sind Wespen im Allgemeinen nützlich und spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem.

Was ist das Besondere an Wespen?

Bei diesen Insekten handelt es sich um eine Unterart der Hautflügler, wovon es weltweit etwa 4.000 Arten gibt. Insgesamt leben 61 Wespenarten auf der Erde, 16 davon in Deutschland. Am weitesten verbreitet sind die Deutsche und die Echte Wespe, die in ihren Nestern regelrechte Insektenstaaten bilden.
Das wichtigste Merkmal aller Wespenarten ist die gelb-schwarze Warnfärbung, welche Fressfeinden signalisieren soll, dass diese Insekten keine leichte Beute darstellen. Bei einigen Wespenarten wie der Hornisse weicht die Warnfarbe auch ins Rötliche oder Rotbraune hin ab. Allen Echten Wespen ist außerdem gemein, dass sie in - zumeist einjährigen - Staaten leben.
In gewisser Weise dürfen die Insekten als Allesfresser gelten, weil sie sich von anderen Insekten, aber auch von Pflanzensäften, Steinfrüchten, Pollen, Nektar sowie tierischen Stoffen ernähren. Weil sie Insekten und Aas fressen, spielen sie eine wichtige Rolle für das jeweilige Ökosystem, in welchem sie leben.

Warum bilden Wespen Staaten und wo leben sie?

Die flugfähigen Insekten leben in Staaten, die aus mehreren Hundert Individuen bestehen können und in welchen eine gewisse Arbeitsteilung besteht: Während die Aufgabe der Königin wie bei allen anderen staatenbildenden Insekten darin besteht, Eier zu legen, bauen die Arbeiterinnen das Nest weiter aus und versorgen den Nachwuchs, bis dieser selbst flugfähig ist.
Während die Königin und eine gewisse Anzahl von Eiern im Nest überwintert, sterben sämtliche Arbeiterinnen im Herbst. Zu Beginn des nächsten Frühlings schlüpfen schließlich Drohnen und eine neue Generation von Königinnen, die nach der Begattung ausschwärmen und mit dem Nestbau für ihren eigenen Wespenstaat beginnen. Die erste Generation von Arbeiterinnen wird ebenfalls von ihnen versorgt, bis diese groß genug sind, um ihre Aufgaben zu erfüllen.
Meist legen die Insekten ihre Nester unterirdisch, beispielsweise in Höhlen, die von Maulwürfen gegraben wurden, an. Weil die Wespenköniginnen für den Nestbau gerne verwinkelte und nur schwer zugängliche Stellen suchen, bauen sie ihr Nest auch gerne unter Hausdächern oder in Scheunen oder Schuppen.

So wird das Wespennest gebaut

Vom Prinzip her unterscheiden sich die Nester der meisten Wespenarten nicht großartig voneinander: Die Wespe zerkaut morsches und trockenes Holz und formt daraus Kügelchen, aus welchen das Nest zusammengesetzt wird. Sobald das zerkaute Holz getrocknet ist, erinnert das Material des Nestes an eine papierartige Masse. Die meisten Arten bauen geschlossene Nester, die nur einen Ein- und Ausgang besitzen, sodass das Nest leicht gegen Eindringlinge von außen verteidigt werden kann. Lediglich Hornissen bauen Nester, die nach unten hin offen sind.
Wer in seinem Garten oder am Haus ein Wespen- oder Hornissennest entdeckt, sollte zunächst überlegen, ob die Wespe tatsächlich eine Gefahr für die Familie darstellen kann. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Allergiker in der Nähe der Insekten leben sollten. Anschließend sollten sich die Betroffenen an Experten, etwa die örtliche Feuerwehr wenden. Diese können das Nest fachgerecht entfernen und das Insektenvolk gegebenenfalls umsiedeln.
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